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Amateurfunkstation
DJ5AM
op: Steffen Braun
DOK: S26
QTH: Dresden
Loc: JO61WB

Bandanzeige für WinContest

Das Zusatzmodul "Bandanzeige" für die kostenlose UKW-Contest- Software „WinContest“ erleichtert das Absuchen des Bandes nach noch nicht gearbeiteten Stationen.

ACHTUNG: Das Programm arbeitet z,Z. nur mit WinContest Versionen 3.xx
und nicht mit der neuen Fassung von WinContest 4.xx !


Grundidee
Wer kennt die Enttäuschung nicht. Im Contestbetrieb wird das Band abgesucht und man stößt auf eine entfernte Station, mit der noch nicht gearbeitet wurde. Nachdem die andere Gegenstation mehrfach nachgefragt hat, um QSO- Nummer und Locator zu vervollständigen, verabschiedet sich die schwache Station. Die starke Gegenstation setzt mit einem CQ-Ruf das ganze fort. Nur mit dieser wurde bereits gearbeitet. Da man am Ende von UKW- Contesten fast nur noch bekannte Stationen vorfindet, ist eine Frequenzliste mit den Stationen hilfreich, die eine bestimme Frequenz besetzt halten. Warum soll man aber beides aufschreiben, wenn man das Rufzeichen zur Kontrolle bereits im PC eingegeben hat und der Transciver eine Schnittstelle besitzt. Das Zusatzprogramm Bandanzeige übernimmt dieses auflisten fast selbständig.Stationen werden automatisch eingetragen
Mit dem Eintrag des Rufzeichens in die Eingabezeile des Contestprogrammes „WinContest“ wird die Frequenz aus dem Transciver ausgelesen. Beides wird in die Bandanzeige übernommen, wenn der Rufzeichen-Eintrag ins Log übernommen oder, beim Band absuchen sicher der häufigere Fall, mit ESC abgebrochen wird. Somit werden die Stationen Stück für Stück in das Fenster der Bandanzeige eingetragen (s. Bild 1).

Bild 1


Beim erneuten absuchen des Bandes ist es sinnvoll, sich nur auf Frequenzen zu konzentrieren, die noch nicht mit einer bekannten Station als belegt abgespeichert wurden. Mit zunehmenden Alter der Einträge verblassen die Farben der Rufzeichen. Weiterhin wird die Bandsuche mit dem Eintrag der notwendigen Antennenrichtung unterstützt. Beim praktischen Einsatz hat es sich als sinnvoll erwiesen, nur einen relativ schmalen Frequenzbereich (50-100 KHz) abzusuchen. Der Effekt, über bekannte Stationen darüber drehen zu können, ohne eine Call-Ansage abwarten zu müssen, tritt eben erst beim erneuten Absuchen des Frequenzbereiches ein. Eine gewisse Umstellung bereitet, auch bekannte Stationen erneut ins Log einzutragen, damit die Bandanzeige komplettiert wird. Wurde eine Station fehlerhaft eingetragen, kann diese mit den Tasten STRG und ALT gelöscht werden.

Bild 2

Voraussetzungen

Das UKW-Contestprogramm WinContest von K. Raczek DD3KU wurde bereits in [1] vorgestellt. Auf der Internetseite des Autors von WinContest kann das Programm kostenlos herunter geladen werden.

Das Zusatzmodul "Bandanzeige" kann hier kostenfrei herunter geladen werden (z.Z. Version 2.6).

Weiterhin wird ein Schnittstellenadapter zur Kopplung von Transciver und Rechner benötigt. Nach Installation des Programms ist zu beachten, dass wegen der notwendigen Datenübergabe „WinContest“ vor dem Programm „Bandanzeige“ zu starten ist. Auch ohne angeschlossene Schnittstelle kann die Datenübergabe vom Programm "WinContest" zur "Bandanzeige" getestet werden.
Wenn in „WinContst“ ein komplettes Log eingetragen wurde, übernimmt die „Bandanzeige“ das Rufzeichen. Gleiches gilt bei einer Rufzeicheneingabe und anschließenden Abbruch (ESC)- im praktischen Betrieb sicher der häufigere Fall. Anschließend sind die Schnittstellenparameter anzupassen. Neben der gewählten COM-Schnittstelle des Rechners sind Rechner- und TRX-Adresse im Transciver einzustellen (s. Bild 3). Diese Adressen sind im hexadezimalen Format anzugeben.

Bild 3

Bei letzteren sollte die Adresseinstellung aus dem Handbuch des Transcivers ermittelt werden. Wem die Lebensdauereinstellungen der Einträge nicht gefallen, kann auch hier Anpassungen vornehmen (s. Bild 4).


Bild 4

Die Frequenzübergabe erfolgt von der seriellen Schnittstelle des Rechners zum Transciver. Einige TRX-Modelle benötigen eine Pegelanpassung der CI-V Schnittstelle. Wer ein CI-V Schnittstellen –Modul für seinen ICOM Transciver nicht käuflich erwerben will, kann eine auch selbst bauen. Ich verwende die Schaltung nach Bild 5. Bei E. Plicht findest man noch mehrere wunderschöne Anleitungen zum Selbstbau. Hier ist auch ein Programm zum Testen der (selbst gebauten) Schnittstellenadapter zu finden.

Bild 5

Da moderne Laptops zwischenzeitlich nur noch mit einer USB-Schnittstelle ausgestattet sind, hilft hier ein COM-USB Adapter. Ich habe unter Windows 98 und Windows XP mit Erfolg den Adapter von [2] getestet. Ich hoffe nur, dass der USB-Adapter nicht noch exotischere Port-Bezeichnungen wie COM6 vergibt. Da manche Rechner die Portvergabe bei jedem hochfahren neu vergeben, wird bei jedem Start des Programmes der Port erneut abgefragt.

Die Frequenz-Übernahme wurde an verschiedenen ICOM Transciver getestet.

Zwischenzeitlich habe ich auch den Treiber für KENWOOD - Transciver programmiert und am TS850 getestet.Die Frequenzübergabe für Yaesu-Transciver wurde von mir am FT817 getestet.

Das Programm lässt sich bei Bedarf auch an andere Windows- Contest- Programme anpassen, wenn hierfür intern eine Datenübergabe vorgesehen ist.


Über Rückmeldung würde ich freuen, auch wenn das Programm läuft.

Datenablage

Die letzten Einstellungen und die Stationsdatenbank wird beim schließen des Fensters abgespeichert. Falls beim Starten Probleme auftreten sollten, dann einfach die Datei "daten.ini" löschen.


(1) S. Braun, Freeware-Contestprogramm für UKW, Funkamateur 1/2002 S. 34
(2) Reichelt Elektronik; Elektronikring 1;26452 Sande; www.reichelt.de; Artikelbezeichnung: USB SERIELL

Autor: Steffen Braun
Letzte Änderung: 01.04.2007


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